Fein Tuning für die Produktion
Neue Hochgeschwindigkeits-Kreissäge für Aluminium hilft einem Hersteller für Gitarrenzubehör seinen Produktionsstau zu beseitigen
Ein Kapodaster, besser bekannt als Capo, ist ein kleines Hilfswerkzeug, das es ermöglicht, die Tonhöhe eines Saiteninstruments schnell zu verändern. Er wird von nahezu allen Musikerinnen und Musikern genutzt – von international bekannten Profis bis hin zu Lagerfeuerspielern – und ist ein unverzichtbares Bestandteil jeder Gitarrenausrüstung.
Kyser Musical Products, 1980 von Milton Kyser gegründet, hat sich als weltweit führender Hersteller von Capos einen Namen gemacht. Die Produkte des Unternehmens finden sich überall in der Musikwelt wieder und werden auch von zahlreichen bekannten Künstlern genutzt. Ob George Strait, Katy Perry, John Mayer oder Bon Jovi – Capos von Kyser gehören für Gitarristen, Bassisten, Banjo-Spieler und viele weitere Musiker zur Standardausrüstung.
Gefertigt in den USA beginnt jeder Kapodaster mit zwei Aluminium-Strangpressprofilen, jeweils mit einer eigenen Geometrie. Diese Profile werden in schmale Stücke gesägt und anschließend zu dem charakteristischen, klemmartigen Endprodukt zusammengefügt.
Als David McClung, Director of Safety and Maintenance bei Kyser Musical Products, feststellte, dass die Produktion nicht mehr mit der Nachfrage Schritt halten konnte, wurde schnell deutlich, dass die vorhandene Sägetechnik den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Die damalige Maschine lieferte weniger als die Hälfte der benötigten Stückzahlen, da sie weder schnell genug noch präzise genug arbeitete und zudem keine ausreichende Prozesskonstanz bot.
McClung benötigte eine Lösung, doch es ging nicht einfach darum, einen neuen Lieferanten auszuwählen. Die Entscheidung betraf eine bedeutende Investition in die Produktionstechnik. Dafür musste gründlich recherchiert werden: Die neue Maschine sollte effizient, zuverlässig und in der Lage sein, enge Toleranzen sicher einzuhalten.
Fundierte Entscheidung
Da der Kauf eines solchen Produktionsmittels eine nachhaltige Entscheidung ist, unterschätzte McClung den Wert umfassender Informationen nicht. Ein ganzes Jahr verbrachte er mit Recherchen, dem Versenden von Musterteilen, zahlreichen Gesprächen und dem Vergleich verschiedener Maschinen, um eine Sägetechnologie zu finden, die seinen Anforderungen gerecht werden konnte.
Die Suche gestaltete sich schwierig. McClung berichtete, dass keine der betrachteten Sägen alle Kriterien erfüllen konnte. Er erklärte: „Die Ergebnisse waren immer gleich. Entweder konnten sie unsere kleinsten Teile nicht schneiden oder sie erreichten nicht die Oberflächenqualität, die wir benötigten.“
Das hohe Produktionsvolumen verlangte nach Geschwindigkeit. Enge Toleranzen erforderten Präzision. Gleichzeitig sollte die neue Säge Stillstandzeiten reduzieren, Ausschuss minimieren und die Gesamtqualität sowie die Gleichmäßigkeit des Endprodukts steigern.
Während seiner Recherche stieß McClung schließlich auf Behringer Saws und entschloss sich, Kontakt aufzunehmen. Innerhalb einer Woche besuchte ihn ein Vertriebsmitarbeiter vor Ort – etwas, das im gesamten vorangegangenen Jahr bei keinem anderen Anbieter passiert war. Der Vertreter verschaffte sich ein genaues Bild des Produktionsprozesses, nahm Materialproben mit und reiste zurück zu Behringer, um mit Sägestest zu beginnen.
Auf Basis aller gesammelten Informationen und umfassender Tests mit sämtlichen Kyser-Materialien empfahl Behringer die VA-L 560NC, eine Hochleistungs-Kreissäge, die speziell für Aluminium ausgelegt ist und perfekt zu Kysers Produktionsanforderungen passt. McClung betonte: „Wir können Drehzahl, Vorschub, Ölsprühung und den Greifer-Anpressdruck einstellen, was uns die bestmögliche Oberflächenqualität ermöglicht.“ Wenige Monate später reisten McClung und sein Team zu Behringer, um die Maschine live zu erleben.
Behringer demonstrierte die Leistungsfähigkeit der Säge und zeigte, wie vielseitig sie einsetzbar ist und wie einfach sich die Steuerung bedienen lässt. Die Präsentation bestätigte, dass die Maschine der Herausforderung gewachsen war. Mit dem Behringer-Steuerungssystem ließen sich sowohl Präzision als auch Geschwindigkeit optimal vereinen. Die frei programmierbaren Systeme erlauben verschiedene Stückzahlen- und Längenkombinationen innerhalb eines einzelnen Produktionslaufs, was die notwendige Flexibilität für Kyser schafft.
Hohe Geschwindigkeiten
Mit Drehzahlen zwischen 800 und 3400 U/min steigerte die VA-L 560 nach Angaben des Kyser-Teams die Produktion um bis zu 75 Prozent. Auf die Frage, welche Veränderung den größten Effekt gebracht habe, antwortete Waylon Alexander, Director of Operations: „Die Geschwindigkeit und der Output, ohne dabei Qualität einzubüßen. Wir haben weniger Ausfallzeiten und können die Säge deshalb über die Woche hinweg deutlich kürzer laufen lassen.“
Doch eine gute Investition im Bereich der Produktionstechnik umfasst mehr als nur die Maschine selbst. Ein wesentlicher Faktor ist der langfristige technische Support, den Behringer seinen Kunden in den gesamten USA über die komplette Lebensdauer der Maschine hinweg bietet.
Fast ebenso wichtig wie die Anlage ist die Möglichkeit, sich auf erfahrene Techniker verlassen zu können, insbesondere wenn Wartung oder Service erforderlich sind. Wie bei jedem Behringer-Kauf wurde auch zu Kyser ein Techniker für eine volle Woche entsandt, um beim Aufbau der Maschine zu unterstützen und die Mitarbeitenden ausführlich in der Bedienung zu schulen.
McClung erinnerte sich: „Das Unternehmen, bei dem wir zuvor gekauft hatten, konnte oder wusste nicht, wie man die Probleme behebt, die sich über die Jahre entwickelt hatten.“ Anschließend ergänzte er: „Der Kundenservice von Behringer ist mit Abstand der beste.“
Während Kyser nun sein 40-jähriges Jubiläum feiert, ist das Unternehmen bestens aufgestellt, um weiteres Wachstum zu unterstützen und die Bedürfnisse seiner Kunden aus der Musikwelt zu erfüllen.